Ich habe auf meiner Fotoseite www.pareidolie.de schon einmal über „Elfen“
geschrieben und nun festgestellt, dass man das Thema auch viel allgemeiner
fassen kann. Daher greife ich das Thema noch einmal auf. Eine „Elfe“ ist
jemand, der Dir niemals sagen würde, dass er oder sie besser ist als Du, aber
sie oder er vermittelt Dir in jedem Fall, dass Du schlechter bist als sie. Ich meine hier also nicht die niedlichen possierlichen
Fabelwesen sondern eine menschliche Unart, die häufig zu Tage tritt, wenn ein
Mensch sich minderwertig fühlt.
Dienstag, 17. Juli 2012
Donnerstag, 12. Juli 2012
Über Großzügigkeit
Was ist eigentlich das Gegenteil von Großzügigkeit? Viele
würden Geiz sagen, andere würden Sparsamkeit nennen. Wenn man Großzügigkeit
negativ ausdrücken will kann man auch von Verschwendung sprechen. Diese Vier
Begriffe nennt Friedemann Schulz von Thun in seinem Buch „miteinander Reden“
als Beispiel für sein „Werteviereck“ er nennt die Beiden Gegensätze
Großzügigkeit/ Verschwendung versus Sparsamkeit/Geiz. Wobei der eine Begriff
die positiven Aspekte, der andere die negativen Aspekte des Gleichen Verhaltens
benennt.
Um mich diesem Begriff, der Großzügigkeit, weiter zu nähern
habe ich diese, vielleicht allgemein verwendete Bedeutung aufgebrochen und will
sie nunmehr erweitern.
Großzügigkeit ist eine innere Haltung aus der dann ein
äußeres Verhalten entsteht. Das Verhalten allein, viel zu geben, was auch
immer, zeugt meiner Meinung nach noch nicht von Großzügigkeit. Ohne das, von
außen nicht immer einfach ersichtliche, Motiv zu kennen, kann man daher nach
meinem Verständnis des Begriffs nicht erfassen, ob jemand großzügig handelt
oder nicht. Es gibt eine Reihe von Motiven für Freigebigkeit, mir sind folgende eingefallen:
Donnerstag, 28. Juni 2012
Warum Burnout nicht vom Job kommt
Helen Heinemann
So lautet der Titel des letzen Buches, was ich diese Woche
quasi mal „zwischengeschoben“ habe. Ein Freund hatte mir davon erzählt und ich
bin seinem Plan, das Buch zu kaufen, zuvor gekommen. Nun habe ich es gelesen
und muss sagen – tjoa, ganz ok.
Die Grundaussage finde ich immer noch gut und richtig,
deswegen hatte ich das gute Stück ja auch erworben. Mit der Hauptthese im Buch
komme ich nur bedingt klar.
Zum einen finde ich die Idee, dass Rollenkonfusion zu
Burnout führt passend – zum anderen komme ich aber mit dem Schwerpunkt der
Autorin auf die Genderthematik nicht so ganz klar.
Sie belegt über Seiten und Seiten, dass es in der modernen
Welt eine Vermischung der männlichen und weiblichen Rollen gibt und, dass sich
daraus eine Überfrachtung und Überforderung der einzelnen ergibt, wenn sie
versuchen alle Anforderungen an den „modernen Menschen“ zu erfüllen. Soweit
kann ich gut folgen. Mutter, Karrierefrau, Individuelle Schöne und
Intelligente, Geliebte, treusorgende Gattin etc. – kurz „die perfekte
Familienmanagerin“ zu sein ist ebenso stressig und unübersichtlich wie der
Manager, der sportlich, intelligent, durchsetzungsfähig, ein guter präsenter
Vater, einfühlsamer etc.
Wobei mir der Focus auf die Geschlechterrollen aber eben zu
kurz gegriffen erscheint.
Also würde ich ihr nicht widersprechen wollen sondern
vielmehr den Blick etwas weiter heben und ihn auf eine allgemeine Überfrachtung
mit Möglichkeiten, bei gleichzeitiger Entscheidungsschwäche legen. Kurz gesagt:
Wir haben einfach zu viele Möglichkeiten und Gestaltungsfreiräume um alle in
ein Leben zu pressen – sodann wir sie denn haben.
Samstag, 23. Juni 2012
Über die „Schmerzgrenze“
Vor vier Tagen habe ich das Buch vom Joachim Bauer mit dem
Titel „Schmerzgrenze“ zu Ende gelesen und finde es, wie bisher alle Bücher die
ich von ihm gelesen habe sehr lesenswert. Er schreibt eingängig, leicht
nachvollziehbar und lässt es dennoch nicht an wissenschaftlichen Belegen
fehlen.
Der Untertitel „Vom Ursprung
alltäglicher und globaler Gewalt“ hat mich neugierig gemacht.
Nachdem ich „Die Masken der Niedertracht - Seelische
Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann“ von Marie-France
Hirigoyen und Michael Marx und davor „Die Narben der Gewalt –Traumatische
Erfahrungen verstehen und überwinden“ von Judith Lewis Herman las, passte
dieses Buch, zumindest vom Titel her in die Thematik.
Wer das Buch nicht gelesen hat aber dennoch einiges über
dessen Inhalt erfahren möchte dem empfehle ich mal bei Youtube vorbei zu
schauen:
Eigentlich wollte ich diesen Artikel schon gestern
schreiben, aber dann habe ich mir dieses Filmchen angesehen und freue mich nun,
dass ich darauf verweisen kann und somit verzichte ich auf eine weitergehende Inhaltsangabe
des Buches.
http://www.youtube.com/watch?v=PyLeglWf13k&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=PyLeglWf13k&feature=related
Joachim Bauer leitet her, dass es keinen Aggressionstrieb
gibt und der Mensch als ein wesentliches Grundbedürfnis Bindung, Zugehörigkeit
und Beziehung hat. Das ist sicherlich für alle, die glauben, dass der Mensch im
Grunde doch irgendwie Spaß an Gewalt und Machtausübung hat ein bisschen
unbequem. Glücklicherweise leitet er seine These lückenlos und sehr gut
nachvollziehbar her, so, dass es schwierig wird sie mit einem besserwissenden Lächeln
abzuwinken, zumindest, wenn man sich auf einen Diskurs einlassen möchte. Dafür
bin ich irgendwie dankbar. Mich zumindest hat er überzeugt und mich zum
Überdenken meiner eigenen Thesen im Bezug auf Mensch-sein gebracht.
Auch diesmal wieder nur eine von vielen Meinungen, die
einfach nur eine Einladung zum lesen und zum Dialog ist.
Samstag, 16. Juni 2012
Sozialdarwinismus oder doch lieber angstfrei
und entspannt zusammen sein?
Es sind nicht die Dinge, es ist unsere Sicht der Dinge die
uns leiden lassen...
So, nun versuche ich mich mal an einem Artikel, wo ich es
doch schon soo lange großspurig angekündigt habe ;-)
Ich denke am besten schreibe ich immer darüber was mich
gerade beschäftig, also, wenn es nicht was mit Fotos oder Nähen ist, denn das
sind so meine derzeitigen Hobbys.
Ich lese viel, und gern, fast ausschließlich so genannte
„Fachbücher“.
Oft auch parallel zu verschiedenen Themengebieten. Zusammen
finden dann die Ideen und Gedanken Platz in meinem Hirn und ergeben, mit Glück
und in Ruhe, neue Verknüpfungen für mein Weltbild. Menschen faszinieren mich,
tatsächlich. Die Beweggründe für Verhalten, Haltung, Denken, Fühlen, Sein… all
das finde ich spannend.
Zurzeit lese ich gerade: Ein Buch über Hypersensitivität,
eins über Narzissmus, eins über Gewalt im Alltag und eins zum Thema Burnout bei
Lehrenden.
Zusammen ergibt das einen schicken Coktail der mich von
einer Theorie zur nächsten springen lässt. So entstehen Thesen mit denen ich
dann weiter denke und arbeite.
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